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Die therapeutische Arbeit mit Bindungsverletzungen

SATe – Weiterbildung für TherapeutInnen in 4 Modulen

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Seminarbeschreibung

SATe (Somatic Attachment Training experience) ist eine bahnbrechende, somatisch orientierte modulare Weiterbildung zum Thema Bindungsdynamiken bei Erwachsenen. Vermittelt werden essenzielle Fähigkeiten, um KlientInnen zu helfen, tragfähigere und sichere Bindungsstile und damit freudvollere und glückliche Erwachsenen-
beziehungen zu entwickeln. Die inspirierenden interaktiven Workshops zu Bindungsdynamiken im Erwachsenenalter zeigen praktische Anwendungsmöglichkeiten und Strategien auf, um gezielt auf den Bindungsstil von KlientInnen einzuwirken.

Ansatz

Das Training bezieht die Arbeit mit dem Nervensystem als neue Dimension der Aufarbeitung von Bindungsverletzungen und -traumata mit ein. Die Weiterbildung umfasst eine einzigartige Mischung diverser psychotherapeutischer Ansätze, darunter Techniken aus Somatic Experiencing,  Neuro- wissenschaft und spirituelleSichtweisen, die dabei unterstützen können, Themen anzugehen, die bei KlientInnen – und uns selbst –heilungsbedürftig sind. Und das auf die wirksamste Weise überhaupt: indem wir uns mit unserem enormen natürlichen Heilungs- und Wachstumspotenzial verbinden.

Modul 1

Bindungsverletzungen und die daraus resultierenden Dynamiken
Elterliche Bindungsmuster verstehen und heilen
30. November - 3. Dezember 2017
oder
15. - 18. März 2018

In diesem Modul geht es darum, unbewusste Dynamiken zu verstehen, die uns in unserer Fähikeit  blockieren, Nähe zuzulassen. Wir lernen, wie wir diese Dynamiken überwinden können, um eine bessere Kommunikation, mehr Vertrauen und Nähe zu erfahren. Wir werden an konkreten Beispielen untersuchen, wie sich frühe, in unserer Familie entwickelte Muster wie dunkle Schatten über die angeborene Bindungsfähigkeit legen können. Wir alle tragen inhärent das Programm in uns, von Verletzungen zu genesen und die Auswirkungen von Traumata zu überwinden um die uns allen in unserem innersten Kern gegebene Lebendigkeit freizusetzen.

Inhalte

  • Qualitäten eines sicheren Bindungsmusters
  • Verhaltensweisen von Eltern erkennen, die zu vermeidenden, ängstlichen/ ambivalenten oder desorganisierten Bindungsmustern beitragen
  • Kennzeichen eines vermeidenden, ängstlichen/ambivalenten oder desorganisierten Bindungsmusters
  • Korrigierende Erfahrungen, die helfen können, aus einem unsicheren Bindungsmuster zu einer sicheren Bindung zu gelangen

Dieses Modul ist zum Kennenlernen der Arbeit einzeln buchbar.

Beginn am ersten Tag um 10.00 Uhr.

Modul 2

Aufbau gesunder Beziehungen im Erwachsenenalter
Wege zum sicheren Bindungsstil im Alltag
24. - 27. Mai 2018

Dieses Modul befasst sich damit, wie sich die unterschiedlichen Anpassungsmechanismen, die in der Frühzeit unseres Lebens entwickelt wurden und die sich in den drei unsicheren Bindungsstilen (vermeidend, ambivalent und desorganisiert) manifestieren, in unsere Erwachsenenbeziehungen einschleichen können – in das Zusammensein mit unseren Partnern, Eltern, Kindern und Freunden.
Mithilfe einer ganzen Palette spannender Übungen und anregender Vorträge wird aufgezeigt, wie wir diese Dynamiken überwinden können, um zu mehr Freiheit und Intimität in allen Beziehungen unseres Erwachsenenlebens zu finden.

Inhalte

  • Erkennen und Unterscheiden geläufiger Bindungsmuster
  • Wie kann emotionale Nähe zwischen Partnern nach physischer Trennung oder einer Zerrüttung des Verhältnisses wiederhergestellt werden?
  • Heilende korrigierende Erfahrungen zur Herstellung von Bindungen durch Blickkontakt statt Abwenden des Blicks
  • Entwicklung von Umgangsmöglichkeiten mit beruflichen Herausforderungen bei der Konfrontation mit Traumata rund um desorganisiertes Bindungsverhalten
  • Erwerb eines Überblicks darüber, wie Partnern mithilfe der Neurobiologie
  • der Bindungsbeziehungen und des Wissens um die Funktionsweise sicherer Bindungen geholfen werden kann, das Band zwischen sich zu stärken

Beginn am ersten Tag um 10.00 Uhr.

Modul 3

Die Neurologie liebevoller Beziehungen
Das wissenschaftliche Fundament von SATe
18. - 21. Oktober 2018

Anhand neuester Entdeckungen der Neurowissenschaft lernen wir zu verstehen, wie die im impliziten Gedächtnis – das präverbal, subpsychologisch und nicht-konzeptuell ist – gespeicherten frühen Muster in unserem Gehirn Bahnen eingravieren, die Auswirkungen auf unseren Bindungsstil haben.
Klinisch betrachtet, können wir derartig eingeschliffene Assoziationsmuster in dem von uns ausgebildeten neuronalen Netz durchaus noch verändern, indem wir neue und andere gelebte Erfahrungen ins Hier und Jetzt bringen.

Inhalte

  • Die Rolle von Spiegelneuronen erkennen, um Handlungen und Absichten anderer verstehen zu lernen
  • Schwierigkeiten würdigen, denen wir bei der Entwicklung sicherer Bindungsmuster begegnen
  • Das Arbeiten mit Identitätspaaren oder Objektbeziehungen
  • Sichere Bindungsqualitäten in der therapeutischen Praxis
  • Erkenntnisse der Neurowissenschaft in der klinischen Praxis nutzen
  • Desorganisierte Bindungsmuster erkennen lernen

Beginn am ersten Tag um 10.00 Uhr.

Modul 4

Von der Verletzung zur Heilung
Die therapeutische Arbeit mit Missbrauch
4. - 7. April 2019

Die komplexe verletzende Beziehung zwischen Opfer und Täter kann für therapeutisch Tätige ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich bringen.
Die Intensität übergriffiger sexueller oder gewalttätiger Begegnungen kann zu massiven Beziehungsproblemen für das Opfer führen, bis hin zur Unfähigkeit, sich auf Beziehungen überhaupt einzulassen. Das Ergebnis können fehlendes Differenzierungsvermögen, eine Kopplung von Wut und Ohnmacht oder auch das Bedürfnis sein, die Opfer- und/oder Täteridentität auszuagieren.

Inhalte

  • Therapeutisch wirksame Interventionen und korrigierende Erfahrungen, die das Sicherheitsgefühl erhöhen und dazu beitragen, KlientInnen aus dissoziativen Reaktionen herauszubringen und Heilung in Form sicherer Bindungen bewirken
  • Einsatz somatischer Strategien, die auf der Felt-Sense-Ebene die erlebte Sicherheit erhöhen, um so exzessive Angst oder Erstarrung zu mildern
  • Erkennen von Situationen, wo Empathie hilfreich und solchen, wo sie problematisch sein kann, je nachdem ob Missbrauch/Gewalt narzisstischer oder sadistischer Art erfahren wurde
  • Entstehung von Tyrannentum sowie Erkennen und Definieren der Auswirkung von Feindbildern
  • Desorganisierte Bindungsmuster als Adaptation bei Kindern oder Erwachsenen

Beginn am ersten Tag um 10.00 Uhr.

Zielgruppe

Das Training richtet sich an Menschen, die professionell mit Erwachsenen und Kindern arbeiten, sei es in der Körper- und Psychotherapie oder im Gesundheitsbereich.

Zertifizierung

Es besteht die Möglichkeit der Zertifizierung zum Somatic Attachment Experience Practitioner.
Voraussetzung zur Zertifizierung:

  •  Teilnahme an allen 4 Modulen
  • 10 Stunden Therapiesitzung bei einem/einer der zertifizierten Therapeuten/Therapeutinnen
  •  10 Stunden Supervision bei einem/einer der zertifizierten Supervisoren/Supervisorinnen

Die Sitzungen sind nicht im Trainingspreis enthalten.

„Bei der Schwere der Themen und der Komplexität der Inhalte war es für mich besonders wichtig, mich in einem vertrauensvollen und sicheren Rahmen zu wissen. Mit ihrer herzlichen Art hat Elisabeth zu jeder Zeit den Raum und uns als Gruppe gehalten. Zudem schätze ich ihre klare und strukturierte Art der Wissensvermittlung. Das Gelernte werde ich sicher in meine tägliche Arbeit als Therapeutin einfließen lassen.“

—Nicole Bauhuber

Buchung

30.11.2017 - 07.04.2019

2590.00 €
532.50 €
500.00 €


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