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Essenzielle Strategien in der Arbeit mit sexuellem Trauma und Sexualität

Für Therapeut*innen und Fachpersonen aus somatisch orientierten Arbeitsfeldern

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Dieses Seminar ist für Fachpersonen konzipiert, die Menschen mit komplexen Traumageschichten begleiten, insbesondere nach sexuellem Missbrauch oder intrafamiliären sexuellen Übergriffen. Im Mittelpunkt stehen somatische und traumasensible Zugänge für die professionelle Praxis – vor allem dort, wo herkömmliche körperorientierte Methoden an ihre Grenzen stoßen.

Seminarbeschreibung

In der Begleitung von Menschen mit Erfahrungen von sexuellem Missbrauch, sexuellen Übergriffen oder Inzest zeigt sich häufig, dass klassische somatische Zugänge allein nicht genügen. Viele Betroffene vermeiden Körperwahrnehmung, erleben starken Widerstand gegen Verkörperung oder geraten bei körpernahen Themen schnell in Stress, Rückzug oder Überforderung.

Dieses Seminar widmet sich genau diesen Herausforderungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen mit komplexen biografischen Belastungen traumasensibel, körperorientiert und fachlich klar begleitet werden können, ohne sie zu überfordern oder zu retraumatisieren. Ergänzend werden Inhalte und Übungen vermittelt, die über übliche somatische Grundausbildungen hinausgehen.

Inhalte und fachliche Schwerpunkte

  • Unterstützung von Menschen, die nur schwer Zugang zu ihrem Körper finden, mehr Leichtigkeit und angenehmes Körpererleben zu entwickeln
  • Erkennen und gezieltes Bearbeiten, was infolge sexuellen Missbrauchs in der Kindheit beschädigt oder unterbrochen wurde
  • Erarbeiten von klaren Zielen mit Klient*innen mit komplexer Geschichte, damit der Prozess fachlich nachvollziehbar ausgerichtet ist und Zustimmung bewusst einbezogen wird
  • Nutzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Sexualaufklärung, um Verhalten einzuordnen, Zusammenhänge verständlich zu vermitteln und Schamgefühle abzubauen
  • Anwenden von Embodiment-Übungen, die Regulation in der Gegenwart fördern und im Alltag zu mehr Stabilität und Ressourcenerleben beitragen
  • Einsetzen von Techniken, die Grenzen stärken, Menschen helfen, ihre Stimme zu finden, und verkörperte Zustimmung differenzierter ausdrücken lassen
  • Kennenlernen von fortgeschrittenen Strategien, um sexuelles Trauma zu bearbeiten, ohne Retraumatisierung zu fördern
  • Nutzung verschiedener Wege der Arbeit mit Scham und Unterstützung von Klient*innen, sich aus ihrer blockierenden Wirkung zu lösen
  • Gewinnung von mehr Sicherheit, professionell über den Körper und über Themen rund um Sexualität zu sprechen
  • Wahrnehmen und Bewohnen des eigenen Körper mit mehr Bewusstheit, Selbstverständlichkeit und Wohlbefinden

Methodik

Das Seminar verbindet fachlichen Input, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, praxisorientierte Reflexion und konkrete körperbezogene Übungen. Die Inhalte sind auf die professionelle Anwendung im therapeutischen und somatischen Kontext ausgerichtet. Ziel ist es, die eigene Handlungssicherheit in einem sensiblen und anspruchsvollen Arbeitsfeld zu erweitern.

Erkenntnisse und Anwendung für die Praxis

  • Konkrete somatische Werkzeuge für die Arbeit mit sexuellem Trauma und Sexualität
  • Mehr Klarheit in der Begleitung von Klient*innen mit komplexer Traumageschichte
  • Praxistaugliche Übungen zur Regulation, Stabilisierung und Ressourcenorientierung
  • Fachlich fundierte Zugänge zur Arbeit mit Scham, Grenzen und Zustimmung
  • Mehr Sicherheit im professionellen Sprechen über Körper und Sexualität
  • Ein erweitertes Verständnis dafür, wie Verkörperung auch bei starkem Schutz behutsam unterstützt werden kann

Ansprechpartnerin

Marion Bohr
Tel. 0221-57407-23
marion.bohr@uta-akademie.de

Montag - Freitag
11:00 - 16:00 Uhr

Seminarsprache

Englisch mit deutscher Übersetzung

Buchung

17.06.2027 - 20.06.2027
10:00 Uhr
4 Tage
740,00 €
Von der MwSt. gemäß § 4 Nr. 21 a) bb) UStG befreit.