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Sammasati: Modul 1

Ausbildung in Humanistischer und Spiritueller Therapie

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Seminarbeschreibung

Die Ausbildung ist untergliedert in zwei Module. Sie vermittelt, den Teilnehmenden sowohl therapeutisches Werkzeug  als auch die „innere Haltung“ , die für ein therapeutisches Verständnis notwendig ist.

Osho ist ein bedeutender indischer Mystiker, der als erster die östliche spirituelle Praxis mit westlichen Formen der Psychotherapie verbunden hat. Unter seiner Anleitung haben sich neue Dimensionen des Austauschs zwischen TherapeutIn und KlientIn eröffnet. Meditation erhält den zentralen Platz in dem, was sich zur Spirituellen Therapie entwickelt hat und auch die „Psychologie der Buddhas“ genannt wird: Nicht mehr das Lösen von Problemen und die Behandlung von „Fällen“ stehen im Vordergrund; TherapeutIn und KlientIn verstehen sich als Teil eines größeren Geschehens. Liebe, Akzeptanz und meditative absichtslose Präsenz können mehr Wachstum, mehr Veränderung bewirken als nur korrekt durchgeführte therapeutische Interventionen.

Das Wort „Sammasati“ bedeutet „rechtes Erinnern“ und ist eine Aufforderung, sich dieser Essenz – unserer Buddha-Natur – zu erinnern. In diesem Training wollen wir den Teilnehmenden sowohl therapeutisches Werkzeug an die Hand geben als auch die innere Haltung vermitteln, die für dieses therapeutische Verständnis notwendig ist. Freiheit geschieht durch Bewusstheit: von der Vergangenheit in die Gegenwart, von der Persönlichkeit zur Individualität.

Lehrninhalte

Die Ausbildung in Humanistischer und Spiritueller Therapie ist unterteilt in zwei Module. Beide Module können auch einzeln gebucht werden.

Nach Abschluss beider Module sind die Teilnehmenden in der Lage:

  • Einzelsitzungen an Personen zu geben, die in einem Beratungsgespräch Unterstützung, Verständnis und Klarheit über sich selbst und ihre Situation suchen
  • über einen gegebenenfalls längeren Zeitraum die Suche der KlientInnen nach Authentizität und dem Überwinden alter, lebensverneinender Verhaltensmuster zu begleiten
  • körperorientierte Sitzungen anzubieten, die den KlientInnen wieder im Körper zu Hause sein lassen und ihnen seine ursprüngliche Vitalität und Sensitivität wiedergeben
  • KlientInnen ein Verständnis über wichtige Grundzüge von Psychodynamik, wie z. B. Identifikation, Projektion zu vermitteln
  • KlientInnen die Grundlagen von Meditation nahezubringen

 

Modul 1 und Voraussetzung

Das erste Modul des Trainings besteht aus fünf Teilen von jeweils vier Tagen und vier Einzelsitzungen mit einer MentorIn aus dem Trainerteam. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Aspekte der Spirituellen Therapie kennen. Sie gehen durch einen Reifungsprozess, in dem sie sich ihrer Konditionierungen in den unterschiedlichen Lebens bereichen bewusst werden. Das bewusste Wahrnehmen der eigenen Grenzen und Muster lädt dazu ein, neue Wege zu gehen. Die Teilnehmenden beobachten, wie sich Selbstwahrnehmung und Handlungsweisen verändern.

Voraussetzung zur Teilnahme am 1. Modul der Ausbildung ist ein Interview mit der Seminarleitung. Zur Vereinbarung eines Gesprächstermins wenden Sie sich bitte an unsere Seminarkoordination.

Terminübersicht Modul 1

Einführung

Dieser Abschnitt ist der Beginn des Selbsterfahrungsjahres und das erste Modul der Ausbildung. Er markiert den Anfang einer großen Reise. Er bringt Aufregung und Verletzlichkeit mit sich und beinhaltet als Chance auch die Möglichkeit des Sich-Öffnens und Einlassens.

Diese Einladung gilt dir selbst und allen anderen. Das Wagnis, dich in einem Klima der Offenheit und des Vertrauens zu zeigen, wie du bist, mit allem was dazugehört: Stärke, Schwäche, dem Bedürfnis nach Schutz und dem Bedürfnis nach Nähe und Distanz. In diesem Raum entsteht Bewusstheit, weil du in viele Spiegel schaust und beginnst, dich selber klarer zu sehen. Meditationen, Körperübungen und spielerischer Umgang miteinander werden Türen öffnen zu neuen Räumen und zu neuem Verständnis.

22.–25. November 2018
Samarona Buunk, Subodhi Schweizer

Lebendigkeit durch Atem- und Körperarbeit

In diesem Abschnitt wirst du durch körperorientierte Übungen und Meditationen die Möglichkeit haben, mit deinen Gefühlen und deiner Lebendigkeit in Kontakt zu kommen. Du lernst, deinen Körper, deine Atem- und Bewegungsmuster bewusster wahrzunehmem, und kommst mit den damit verbundenen Themen in Berührung. Durch die Begegnung mit den anderen Teilnehmern wird die eigene Erfahrung vertieft und du lernst den anderen auf einer tiefen Ebene kennen. Es entsteht ein Raum von Offenheit und Vertrauen, in dem es möglich ist, sich zu zeigen und auch auf einer nonverbalen Ebene mit den an deren verbunden zu sein.

10.–13. Januar 2019
Subodhi Schweitzer

Primärtherapie

Die Primärtherapie im Rahmen der spirituellen Therapie hat zwei wesentliche Ziele: Zum einen bringt sie Verständnis und Licht in die prägenden Erlebnisse der frühen Kindheit. Wir begreifen plötzlich, warum wir bestimmte Verhaltensmuster wiederholen und unfrei sind.

Zum anderen geht es darum, Zurückgehaltenes und Unterdrück­tes aufsteigen zu lassen, es zu fühlen und dann auch gehen zu lassen. So können sich Prozesse vervollständigen und abschließen. Die Vergangenheit bleibt die, die sie war. Aber vor allen Dingen ist sie eines: vorbei! Ohne den Ballast des Alten werden unsere Augen wieder frisch und offen für die Wunder des Lebens.

21.–24. Februar 2019
Samrona Buunk

Wir sind, was wir suchen – mit Projektionen umgehen

Selten schauen wir auf jemanden und sehen, wer da wirklich ist. Der Blick auf das, was wirklich ist, wird entstellt durch Erfahrungen in der Vergangenheit, von Wünschen und Ängsten, von Vorstellungen über Richtig und Falsch, von Ideen über Gut und Böse. Wir haben sie zum Teil bereits mit der Muttermilch in uns aufgenommen. So schauen wir in eine Welt, die wir ständig durch unsere Gedanken und Bilder aus der Vergangenheit selbst erschaffen und interpretieren. Wie durch dicke Brillengläser sehen wir ein Zerrbild, und gehen so am Leben und uns selbst vorbei. Es ist ein Abenteuer, sich diesen Mechanismus genauer anzuschauen und verstehen zu lernen. Die Brille auszuziehen bedeutet ein großes Risiko und eine tiefe Verletzlichkeit zuzulassen: Es ist, als schalteten wir das Navigationsgerät aus, und wir verlieren die Sicherheit, die es uns gegeben hat.

Wer bin ich, wenn ich nicht mehr durch die Augen der anderen auf mich und die Welt schaue? Wer sind die anderen, wenn ich auf sie nicht länger meine Urteile, Wertungen und Vorstellungen von Gut und Böse werfe – sprich projiziere. Wie sieht eine Welt aus, in der es weder Retter und Heilige noch Schurken und Bösewichte gibt? ... und was geschieht, wenn aus der gefährlichen Schlange, vor der ich im Zwielicht zurückschreckte, ein ganz gewöhnlicher Gartenschlauch wird?

4.–7. April 2019
Anando Würzburger

Awareness Intensive: Who is In?

Als Voraussetzung für die Arbeit mit Menschen betrachten wir die tiefe und kompromisslose Konfrontation mit uns selbst. In der Auseinandersetzung mit dem Zen-Koan „Who is In?“ (Wer ist innen?) werden wir auf uns selbst zurückgeworfen. Wir begegnen unseren Schatten, Ängsten, Träumen und Illusionen. Indem wir sie zulassen und anschauen, dringen wir Schicht um Schicht tiefer zu unserem Wesenskern vor und suchen nach einer direkten Erfahrung unserer Mitte.

Aus dieser Mitte heraus begegnen wir uns selbst und anderen auf eine Weise, wo wir alles so lassen können, wie es ist, und es nicht so haben wollen, wie es irgendwelchen Vorstellungen, Idealen und Dogmen entspricht.

22.–26. Mai 2019
Ramatertha Doetsch

Beginn jeweils am ersten Tag um 10.00 Uhr.

Buchung

22.11.2018 - 26.05.2019

2900,00 €
490,00 €
500,00 €

Wir weisen darauf hin, dass für diese Weiterbildung die Befreiung von der MwSt. gemäß § 4 Nr. 21 a)bb) UStG beantragt ist.

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Lehrassistenz (nach Rücksprache mit der Seminarleitung) Preis 490 € (inkl. Food Voucher)

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