Direkt zum Inhalt

Unser Körper – weises Medium und Wegweiser

Dynamische Körpertherapie

Spätestens wenn wir an einem Punkt in unserem Leben angelangen, an dem wir nicht ein und aus wissen, beginnen wir, zu suchen. Wir suchen nach Antworten, Orientierung, neuen Wegen und oftmals auch nach therapeutischer Unterstützung. Auch wenn sich die „klassischen“ von den Krankenkassen anerkannten Therapieansätze in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt haben, eint sie, dass sie uns vorrangig dabei unterstützen, Antworten auf Verstandesebene zu finden. Ein wichtiger Wegweiser, unser Körper, das Gedächtnis unserer Entwicklungsgeschichte, wird hierbei weitestgehend ausgeklammert.

Verstandesmenschen sind darauf geeicht, sich Themen rational zu erschließen, nach Sach- und Faktenlage zu entscheiden und Emotionen und Körperempfindungen wegzudrücken. So haben wir es gelernt. Therapeutische Ansätze, die den Verstand ansprechen, erreichen Kopfmenschen intellektuell, ihr Innerstes berühren sie oftmals jedoch kaum. Denn wenn wir nur mit dem Kopf verstehen, aber nicht mit dem Körper fühlen, greift die Erkenntnis nur an der Oberfläche.

Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit und bedingen sich gegenseitig. In den Körper hinein zu spüren und ihn wahrzunehmen, ist eine der wirkungsvollsten Methoden, um im Hier und Jetzt anzukommen, Kontakt zu sich selbst herzustellen, rational Erschlossenes zu fühlen und so ganzheitlich verinnerlichen zu können und sich durch das körperliche Erfahren, Unbewusstes zu erschließen. Also das, was sich unserem Verstand entzieht. Gute Gründe, sich dem Körper zu widmen, seine Sprache (wieder) zu erlernen und ihm zu zuhören. Unser Körper weiß vieles, trägt vieles und er hält vieles.

Als Begründer vieler heutiger körpertherapeutischer Ansätze gilt der Psychiater und Psychoanalytiker Wilhelm Reich, der die Verbindung zwischen Psyche und Körper sah und damit die absolute Notwendigkeit, den Körper in therapeutische Prozesse mit einzubeziehen. Im Körper manifestiert sich, nach Reich, all das, was wir gelernt haben, nicht aus- und zu unterdrücken, in Form von Blockaden, Verspannungen oder auch Krankheiten. Durch Konditionierung und unsere Entwicklungsgeschichte bilden wir einen „Körperpanzer“. Ein Schutz, der uns jedoch auch von unseren Gefühlen, unserer Energie und unserer Lebendigkeit abschneidet.

Den Körper sprechen zu lassen und ihm zuzuhören, ist für Subodhi Schweizer und Samarona Buunk fester Bestandteil ihrer therapeutischen Arbeit. Sie kamen 1991 erstmals mit Reichs Ansatz und dessen Weiterentwicklung durch seinen Schüler Alexander Lowen in Kontakt. Seit 1995 bieten die erfahrenen und international tätigen Therapeuten das Jahrestraining „Dynamische Körpertherapie“ an. Inhalte und Herangehensweise haben die beiden über die Jahre immer wieder an aktuelle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse angepasst. Davon unberührt bleibt, dass „Dynamische Körpertherapie“ eine lebendige und vielgestaltige Entdeckungsreise für Körper, Seele und Verstand ist. Eine Gelegenheit, sich durch Stimme, intensives Atmen, Bewegung und Kontakt selbst zu spüren, Gefühle zum Ausdruck zu bringen und sich selbst besser zu verstehen.

Die Arbeit mit und über den Körper hebelt den Verstand gewissermaßen aus. Wir fühlen, was ist und erfahren es, ohne es zerdenken zu können. Die Aufmerksamkeit auf unseren Körper zu lenken, ermöglicht uns, alte Verspannungen loszulassen und die dazugehörigen Themen zu bearbeiten und das Verstandene zu integrieren. Wir spüren, was gerade ist und lernen auf einer tiefen Ebene zu vertrauen. Der Kopf, der uns sagt, wie es gerade sein soll, rückt in den Hintergrund. In diesem Sinne ist unser Körper das beste Medium, um uns, unser gegenwärtiges Erleben, unsere Befindlichkeit und unsere Selbstorganisation, zu erfahren und verstehen zu lernen. Unser Körper spiegelt alles wider. An und durch ihn lässt sich unsere gesamte Entwicklungsgeschichte ablesen.

Zur Person

Subodhi Schweizer

Heilpraktikerin Psychotherapie. Ausgebildet in Massage, Counseling, Dynamischer Körpertherapie, Tantra und Somatic Experiencing nach Peter Levine. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit sind körperorientierte Therapien und Meditation. Sie ist seit 1981 Sannyasin und seitdem ist Meditation ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Sie gehört zum Therapeutenteam des UTA, gibt Einzelsitzungen und leitet Gruppen und Trainings in Europa, Afrika und Asien. Zusammen mit Samarona Buunk entwickelte sie die Tantra Energetics Arbeit.
 

Weitere Themen und News

Diese Seite teilen via