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Meditation: Haltung und Lebensgefühl

von Katharina Feldkamp
Meditation: Haltung und Lebensgefühl

In unserer reizüberfluteten Zeit gewinnt Meditation mehr und mehr an Bedeutung. Einen Zugang zum Meditieren zu finden, ist für viele jedoch nicht leicht. Meditationsübungen in den Alltag zu integrieren, erscheint wie ein zusätzliches Pflichtprogramm. Doch manchmal passiert der Einstieg ganz unverhofft…

Ein Gespräch mit der Personalleiterin Jenny B. aus Köln, die ungeplant zur Meditation fand und sich dann begeistert für eine Ausbildung zur Meditationslehrerin entschied.

Wie hast du zum Meditieren gefunden?

Jenny: Auf Umwegen. Ich verband mit Meditation in erster Linie, still zu sitzen und nicht zu denken. Als Bewegungsmensch, dessen Gedanken unaufhörlich rattern, schien mir das schier unmöglich. Zusätzliche Hemmschwelle war, dass Meditation in meinem beruflichen Umfeld vielfach als Möglichkeit zur Selbstoptimierung gesehen wird: ein Trendwort, dem ich nichts abgewinnen kann. Im Rahmen eines Seminars lernte ich dann eine Art von Meditation kennen, die so gar nichts mit meinen bisherigen Vorstellungen gemein hatte. Die Meditation hatte verschiedene Phasen, in denen alles Raum fand, was gerade da war: Bewegung, Emotionen, Ausdruck. Das war eine nachhallende Erfahrung für mich, die mir eine ganz neue Sicht aufs Meditieren eröffnete. Ich war begeistert. Im Nachhinein erfuhr ich, dass diese Meditation Dynamische Meditation heißt und regelmäßig im Osho UTA Institut angeboten wird. Ein Ort, den ich nicht kannte, obwohl er nur zehn Minuten von mir entfernt ist. Gleich am nächsten Morgen ging ich dort zur Meditation und dann acht Monate beinahe täglich. Das tat mir einfach gut.

Dann hast du eine Ausbildung zur Meditationslehrerin begonnen. Was hat dich bewogen, dich für eine Ausbildung anzumelden?

Jenny: Ich hatte Feuer gefangen und Lust mehr über Meditation zu erfahren, verschiedene Techniken kennenzulernen, mich auszuprobieren und mehr Praxis zu erlangen. Ausschlaggebend für die Ausbildung im UTA war für mich zum einen, dass sie nicht von einem einzelnen Dozenten, sondern einem Dozenten-Team angeleitet wird, also verschiedene Perspektiven einfließen. Zum anderen weil aktive Meditationen von Osho zentraler Bestandteil sind. Genau das war ja für mich das Schlüsselerlebnis, also dass Meditation auch Bewegung und Ausdruck bedeuten kann. Bei einem Infoabend habe ich eine Dozentin des Teams kennengelernt und hatte den Eindruck, dass sie das, was sie erzählt, auch wirklich lebt. Das gab mir das Gefühl, an der richtigen Adresse zu sein und dass diese Ausbildung der richtige Schritt für mich ist.

Inwiefern war dieser Schritt dann auch der richtige? Was hast du mitgenommen, was hast du in den Alltag integrieren können?

Jenny: Schon das Umfeld war sehr inspirierend, lauter Menschen aus unterschiedlichsten Kontexten, die sich für Meditation begeisterten. Und tatsächlich war es für mich besonders wertvoll, dass drei sehr unterschiedliche Dozenten jeweils ihre ganz eigene Sicht auf Meditation und Achtsamkeit eingebracht haben. Neben der Vielzahl von Methoden und theoretischen Hintergrundwissen habe ich vor allem auch aus ihren Erfahrungsberichten viel mitgenommen.

Was habe ich in den Alltag integriert? Ich sehe Meditation inzwischen nicht mehr so sehr als Technik, sondern vielmehr als eine Haltung, ein Lebensgefühl. Letztlich steckt Meditation überall drin bzw. kann alles meditativ sein: Spülen, Kaffeekochen, auf einer Parkbank sitzen – auch das ist Meditation, wenn ich es zulasse. Meditation hat für mich etwas heilend Konfrontierendes. Beim Meditieren begegne ich mir selbst und dem was gerade ist. Das ist nicht immer schön, aber letztlich heilsam. Meditation schafft Verbindung, zu mir selbst, zu anderen und zum Gesamten, eine Erfahrung, die mich im Alltag begleitet.

Und auch wenn ich nicht vor hatte Meditation beruflich zu nutzen, habe ich auch für den beruflichen Alltag einiges mitgenommen. Ich habe eine ganz neue Art kennengelernt, mit Gruppen umzugehen, kreativen Raum zu geben, einen sicheren Rahmen zu halten und wende einige Übungen nun in meinen Trainings und Coachings an.

Die nächste Ausbildung zum/zur MeditationslehrerIn an der UTA Akademie startet am 3. Mai 2018.

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